Ja, es wurden mehr Tickets als 2024 verkauft. Mehr Musik ist da aber nicht drin, auch wenn ein deutscher Film der bestbesuchte Film des Jahres ist (Das Kanu des Manitu).
Wenn man die Kinozahlen historisch betrachtet, wie ich das in meinem Buch „Publikumsschwund?“ getan habe, sieht man eine Entwicklung, die leider nur nach unten zeigt.

Das Unterhaltungsbedürfnis nach dem Krieg war riesig. Theater und Kino verzeichneten Höchstzahlen. 1955 startet allerdings der Siegeszug des Fernsehens, der für einen rapiden Absturz sowohl in den Theatern als auch in den Kinos sorgt. In der Pandemie startet der Siegeszug der Streamingdienste wegen der zeitweisen Schließungen. Davon hat das Kino sich bis heute nicht erholt.
Damit man die Entwicklung seit 2000 besser verstehen kann, hier noch mal ein Ausschnitt aus obiger Grafik mit den entsprechenden Besuchszahlen:

Insgesamt hat das Kino seit dem Höhepunkt der Besuchszahlen in 1955 88% seiner Besuche verloren (die Anzahl der Besucher:innen ist wie immer unbekannt, „Wiederholungstäter“ können aus diesen Zahlen nicht herausgelesen werden). Ob in diesem Jahr Blockbuster wie Avatar 3 u.a. für bessere Zahlen sorgen werden, können wir dann Anfang 2027 berichten.
Quelle:
„‚Das Kanu des Manitu‘ lockte die meisten Besucher“, 8.1.2026, Weserkurier Weserkurier lt. dpa
Glaap, Rainer: „Publikumssschwund? Ein Blick in die Theaterstatistik seit 1949“ (Springer, 2024)
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