
In den Shownotes schreibt Fabian Burstein:
Episode Summary
Folge 90 schaut wieder in die Zahlen: Kulturdatenforscher Rainer Glaap analysiert die aktuelle Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins und zeigt, warum das große Publikums-Comeback an Österreichs Bühnen ausgeblieben ist. Im Fokus: sinkende Besuchszahlen seit der Vorsaison, Gewinner und Verlierer unter den Häusern, die Rolle von Wien zwischen Burgtheater, Theater der Jugend und Volkstheater, die veritablen Krisen einzelner Landeshauptstädten, die scheinbar unerreichbaren Zahlen der letzten vorpandemischen Saison und die bange Frage, welche kulturpolitischen Lerneffekte zu erwarten sind.
Episode Notes
Folge 90 schaut wieder in die Zahlen: Kulturdatenforscher Rainer Glaap analysiert die aktuelle Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins und zeigt, warum das große Publikums-Comeback an Österreichs Bühnen ausgeblieben ist. Im Fokus: sinkende Besuchszahlen seit der Vorsaison, Gewinner und Verlierer unter den Häusern, die Rolle von Wien zwischen Burgtheater, Theater der Jugend und Volkstheater, die veritablen Krisen einzelner Landeshauptstädten, die scheinbar unerreichbaren Zahlen der letzten vorpandemischen Saison und die bange Frage, welche kulturpolitischen Lerneffekte zu erwarten sind.
Quelle: https://buehneneingang.simplecast.com/episodes/90rainerglaap
Und auf LinkedIn schreibt Fabian Burstein:
„Das große Theater-Comeback ist abgeblasen: Die neuesten Zahlen des Bühnenvereins“ …
Ich behaupte: Die neueste Folge des Bühneneingangs hat es in sich.
Sie stellt nämlich ein Beschwichtigungsnarrativ der österreichischen Kulturpolitik nachhaltig auf den Kopf. Das lautet: Die Theater werden nach Covid gestürmt, das Genre boomt.
Bloß sagt die wahrscheinlich renommierteste Theaterstatistik des deutschsprachigen Raums: Das stimmt nicht. Im Gegenteil: Das österr. Sprechtheater hat demzufolge 2023/24 gegenüber dem Vorjahr sogar wieder Besuche eingebüßt. Die Zahlen der letzten Vor-Covid-Saison, auch schon Resultat eines Publikumsschwunds, sind völlig außer Reichweite. Einzelne Landeshauptstädte stecken demzufolge in existenziellen Publikumskrisen. Was ist da los?
Genau das habe ich den deutschen Publikumsforscher Rainer Glaap gefragt, der sich für den Bühneneingang in eine Auswertung der österreichischen Zahlen aus der Statistik des Deutschen Bühnenvereins gestürzt hat. Das Ergebnis könnt ihr nicht nur in der aktuellen Folge nachhören, sondern auch akribisch mit Grafiken aufbereitet via www.publikumsschwund.com (genaue Links in den Shownotes) nachlesen.
Im Sinne der Transparenz hat Rainer Glaap auch seinen Umgang mit den Daten in einem Werkstättenbericht offen gelegt. Wir müssen uns fragen: Kennt die österreichische Kulturpolitik diese Zahlen überhaupt? Wenn ja, warum werden sie nicht ehrlich in den öffentlichen Diskurs eingeführt? Melden die österreichischen Theater korrekt an die statistischen Instanzen? Und noch etwas treibt mich um: Wenn ein renommiertes Wirtschaftsforschungsinstitut neue Schlüsseldaten veröffentlicht, wird das sofort bis in die großen TV-Nachrichtenformate journalistisch aufgearbeitet. Und hier? Stille! Rainer Glaap hat jedenfalls angeboten, sein Wissen, das er für den Bühneneingang auch publizistisch erschlossen hat, breiter zu teilen …. bin gespannt, ob das jemand in Anspruch nimmt. Hört rein, Links in den Kommentaren.“
Quellen
Theaterstatistik AT: Werkstattbericht Vibe Coding
Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins
Glaap, Rainer: Publikumsschwund? Ein Blick in die Theaterstatistik seit 1949, Springer, 2024
Weitere interaktive Online-Grafiken
Theaterstatistik BRD: Besuchsdaten BRD / DDR
Theaterstatistik BRD: Vertriebsarten (Tageskarten, Abos, Besucherorganisationen, Frei- und Gebührenkarten etc.)
Theaterstatistik BRD: Besuche nach Sparten
Theaterstatistik BRD: Betriebszuschuss pro Bundesland seit 2000/01
Theaterstatistik BRD: Metropolregion Nordwest (Bremen, Oldenburg, Bremerhaven)
Theaterstatistik BRD: Personal
Theaterstatistik AT: Besuche & Abweichungen in %
Theaterstatistik AT: Subventionen u. Betriebseinnahmen (inflationsbereinigt)
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